Maryana Ghaponenko wurde 1981 in Odessa (Ukraine) geboren. Sie studierte Germanistik an der Universität Odessa und schreibt seit 1996 in deutscher Sprache. Zahlreiche Beiträge in Literaturzeitschriften und Anthologien. Teilnahme an Literaturfestivals. Langjährige Aufenthalte in Krakau und Dublin. 2002 Gastautorin des Literaturhauses NÖ. Mitglied des Autorenforums "Der Goldene Fisch".
* Wie tränenlose Ritter, 2000, Geest Verlag
* Tanz vor dem Gewitter, 2001, Neue Münchner Edition
* Freund, 2002, Majak, Odessa
* Reise in die Ferne, 2003, Majak, Odessa
* Prieten, 2003, in rumänischer Übersetzung von Daniel Pop, Editura Emia
* Nachtflug, Gedichte, 2007, Polonius Verlag
* Löwenschule, eine wahre Geschichte für Kinder und Erwachsene, 2008, Polonius Verlag
* Annuschka, Brief I, in: Daniela Egger, Austern im Schnee und andere Sommergeschichten, Eine literarische Landkarte von Lech-Zürs, Bucher-Verlag, Hohenems 2008
* Annuschka, Brief I, in: Miromente Nr. 13, Dornbirn 2008
* Annuschka (Geh zurück mein Liebchen) im Jahrbuch der Lyrik 2009, S. Fischer Verlag, März 2009
http://www.der-goldene-fisch.de/gf.php/exte/autor/27
Über „rosa canina“ - Begründung der Jury
Der Text rosa canina stellt in vier Briefen eine Art Selbstoffenbarung eines ukrainischen Journalisten und Ressortleiters für Visionen an seine ferne Geliebte dar. Seine Sehnsucht nach Unsterblichkeit und der Glaube an die Wundermacht des Gedankens führen ihn bis in die Steppe von Uruk an die Wiege der Zivilisation. Er möchte das Gesetz der Erde ergründen.
Eine kunstvolle und schwebende Leichtigkeit der Sprache verleiht dem Text, der von Gedanken, Erinnerungen, Träumen, Phantasien und Visionen getragen wird, Anmut und Heiterkeit. Das dynamische Spiel mit inhaltlichen Versatzstücken von Literatur, Kultur, Bibel, Märchen und Mythos, wie auch die sprachlichen Bilder und Metaphern setzen sich als träumerische Assoziationsketten im Leser/ in der Leserin fort. Humor und die feine Variante der Ironie prägen das Textgeschehen und seine Stimmung. Diese Literatur stößt mit ihren Möglichkeiten, Zeit und Raum offen zu halten, auch ein Guckloch zur Ewigkeit auf.
Portrait
Sie kommt über die deutsche Sprache mit ihren wundersamen Bildern und Vergleichen wie der Neuschnee in heiliger Nacht. Ihre Freude an Spiel und Verwandlung ist hemmungslos, ihre Verse sind reine Geschenke. Sie denkt fromm und dichtet frei wie eine Surrealistin, radikal und schön. (Peter Zwey)
Märchen, durch die Ratio gezeugt, und Vernunft, durch Mythos und Märchen gebrochen. (Martin A. Hainz, Spiegelungen)
Gewiß, etwas Märchenhaftes eignet diesen Gedichten, aber man sollte sich nicht täuschen lassen: sie sind alles andere als naiv. Diese Verse, die sich aus uralten Quellen speisen, sind so träumerisch wie zärtlich und fordernd; und sie wissen um die Brüchigkeit unserer Wünsche und unserer Welt: Ausgedient hat mir mein sanfter Hund./Über die Dächer und Wolken muß er gegangen sein.//Nur ein warmes Kissen auf dem Boden,/das bald kalt wird. Das ist alles, was bleibt." (Aus: Sprache im technischen Zeitalter Nr. 170)
"Frau Ghaponenko selbst und die Art und Weise ihres Vortrags waren - gelinde gesagt - faszinierend! Die Betonung, der Rhythmus, die Wechsel in Lautstärke und Tempo, die eingestreuten Pausen: Kam das trotz oder wegen des Umstandes, daß Deutsch nicht ihre Muttersprache ist, zustande? Die Nuancen in vielen ihrer Formulierungen beeindruckten mich. Manchmal machte sie einen geradezu verschmitzten Eindruck. Auch in der nachfolgenden Beantwortung der Publikumsfragen war sie witzig und schlagfertig. Ihr Niveau, auch sprachlich, stünde so manchem heimischen Textkünstler in seiner eigenen Muttersprache gut an!" (Peter Krajacic)
Ihre Sprache ist sanft, voll zarter Romantik, sie umgarnt und verführt ihren Leser mit filigranen Wortnetzen. Und doch pulsiert da ein melancholisch-sehnsüchtiges, oftmals wild begehrendes Herz, das sich nach Liebe verzehrt, in ihr auf- und vergeht. Hat man sich einmal auf Maryana Ghaponenko eingelassen, lässt sie einen nicht mehr los. Sie macht süchtig. (Literaturcafé, Bayreuth)
Die Lesereise:
Maryana Ghaponenko liest aus "rosa canina" und anderen Werken.
An folgenden Orten können Sie Maryana Ghaponenko treffen:
Dienstag 21.4.2009, 19.00: Lesung in der Hauptbibliothek Wien, Urban-Loritz-Platz 2, 1070 Wien
Donnerstag 23.4.2009, 11.30: Lesung Gymnasium Englische Fräulein St.Pölten, Schneckgasse 3, 3100 St.Pölten
Freitag 24.4.2009, 10.30: Lesung ORG Englische Fräuleins Krems, Hoher Markt 1, 3500 Krems
Freitag 24.4.2009, 19.00: Lesung im Hellerhof, 3508 Paudorf
Montag 27.4.2009, 19.30: Lesung in der Bibliothek Fuschl am See , Kirchenplatz 2, 5330 Fuschl am See
Dienstag, 28.4.2009, 19.00: Lesung in der Gemeindebibliothek Elsbethen, Pfarrweg 6, 5061 Elsbethen
Mittwoch, 29.4.2009, 19.30: Lesung in der Bibliothek der Pfarre Aigen, Reinholdgasse 16 A, 5026 Salzburg
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Anerkennung der Jury
Die Jury hat einem Text ihre Anerkennung ausgesprochen:
"Einer ist hier schon verrückt geworden - Afrika in Österreich"
von
Gerda Sengstbratl
Gerda Sengstbratl, 1960 im Mühlviertel geboren, lebt in Klosterneuburg. Studium Anglistik, Amerikanistik und Romanistik an der Universität Salzburg, in den USA und in Frankreich. Forschungen und Publikationen zum Geschlechterverhältnis, Erwachsenenbildberin, Universitätslehrbeauftragte, Fremdsprachenlehrerin an einem Gymnasium, Autorin, Malerin, weit gereist mit Schwerpunkt arabischer Kulturkreis und Subsaharaafrika.
Jenseits der eigenen Hände, Roman, Verlag Bibliothek der Provinz, 2007
Erzählungen in:
Lippenstift und Notfalltropfen - ein Handtaschenbuch, Anthologie, Oktober Verlag, 2008
diverse literarische und wissenschaftliche Veröffentlichungen